Kim Ames auf Platz 4 beim berühmten Swiss Epic Etappenrennen

Kim Ames (vom RV Tempo Hirzweiler/TEAM Herzlichst Zypern) bestreitete letzte Woche eines der größten und renommiertesten Etappenrennen der Welt: das Swiss Epic im Kanton Graubünden: 5 Etappen mit insgesamt 320km und 12.250hm in den steilen Schweizer Bergen! Zusammen im 2er Team mit ihrer Freundin Nina Benz startete Sie als Gastfahrerin im Trikot des jb Brunex Felt Factory Teams.

So sah ein Etappentag aus:
Um 6 Uhr klingelte der Wecker: „Hast du gut geschlafen?“ – „Nicht wirklich, du?“ – „Nö, aber egal“. Nachttischlampe an und im Bett wurde der vorbereitete Haferflockenbrei mit Bananen hineingelöffelt. Danach schaute man sich die heutige Etappe ,besprach die täglicheTaktik und las die motivierenden Nachrichten , die sie jeden Tag erreichten. Danach Anziehen, Werkzeug und Energiegels einpacken, Warmfahren und dann Start um 8 Uhr. Jetzt ging die Post ab für die nächsten 3-4,5h. Nach Erreichen der Ziellinie mit großem Lachen ging es (2x zur Siegerehrung) zum Teamzelt, wo ein vom Team vorbereitetes Buffet auf die Fahrerinnen wartete: Essen ist das wichtigste beim Etappenrennen und daher wurde fleißig hineingeschaufelt. Die Räder und Schuhe bekamen die Mädels geputzt, sodass es gleich ins Hotel ging zum Duschen und Ausruhen. Vorm Abendessen füllten sie die 4 Trinkflaschen für den nächsten Tag mit Wasser und Energiepulver und stellte alles bereit. Weiter ging es mit Essen und Plaudern zusammen mit den anderen Teammitgliedern. Und dann sehr wichtig: früh ins Bett, um fit zu sein für die nächste harte Etappe.

Kima und Nina nach dem 1. Etappentag

Das Rennen:
Gleich am ersten Tag gelangen Kim und Nina die Überraschung: nach 61km und 2600hm überquerten sie als 3. die Ziellinie und standen neben den besten Fahrerinnen der Welt auf dem Podium. Die nächsten beiden Etappen wurden dann besonders hart für Kim, die steilen Anstiege forderten kaum vorhandene Energie. In den schwierigen Abfahrten konnte das junge Duo allerdings immer wieder Zeit gutmachen. Nach zweimal Platz 6 ließen sie den Kopf nicht hängen, gaben nicht auf und kämpften sich motiviert auf der Königsetappe am 4. Tag nach 74km und 2700hm, man mag es kaum glauben, wieder aufs Podium. Die letzte Etappe endete mit einem 2km langen Zielsprint, nach welchem sie das Podium um 3s verpassten. Aber die Zufriedenheit war ihnen nicht zu nehmen. Überglücklich waren sie über das Erreichen des Ziels auf Gesamtplatz 4 nach 5 Tagen und insgesamt 20:04h Fahrzeit. Ein tolles Gefühl, diese Herausforderung und dieses Abenteuer in grandioser Teamarbeit geschafft zu haben.