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Kim Ames bei der DM im MTB Marathon im Einsatz

Auch im Radsport versucht man, die üblichen Meisterschaften zum Jahresende doch noch durchzuziehen. Natürlich unter Beachtung von Hygiene- und Abstandsregeln. So fanden am Sonntag, dem 20. September, im Rahmen des Odenwald-Marathons der Mountainbiker die Deutschen Meisterschaften statt. Der Ort Hirschberg erklärte sich bereit, nach bisher zweimaliger Absage trotz nur dreiwöchiger Vorbereitungszeit, die DM in seinen Renntag zu integrieren. Und das ist den Verantwortlichen unter den erschwerten Bedingungen gut gelungen.

Kim vor dem Start

Auch Kim Ames, unsere Spitzenfahrerin, ging bei den Elite Frauen an den Start. Zwar brachte sie anno viele Trainingskilometer mit, aber Renneinsätze gab es kaum. So will man dann mal sehen, wo man steht. Als eine der Jüngsten im Starterfeld ging sie auf die Strecke und rechnete sich einen Platz zwischen 4 und 10 aus. So erzählte sie es wenige Minuten vor dem Start den mitgereisten Fans, die sie anfeuern wollten. 3 Runden zu je 25 km am Ortsrand, in den daran angrenzenden Weinbergen und im nahe gelegenen Odenwald waren zu durchfahren.
Kim versuchte von Anfang an, der Spitze zu folgen, jedoch merkte sie bald, dass es an diesem Tag schwer sein würde. Dem hohen Anfangstempo der Spitzengruppe konnte Kim dann nicht mehr folgen. Nach der ersten Runde fuhr sie ihr Rennen kontrolliert in ihrem eigenen Tempo weiter. Zwischenzeitlich auf Rang zehn gelegen konnte sie sich im weiteren Rennverlauf noch auf Rang acht verbessern. Für Kim heißt es jetzt den Focus auf die nächsten Weltcuprennen in Nove Mesto zu legen.

Auch Philipp Meiser ging in der Männer Elite Klasse auf der gleichen Strecke an den Start. Richtig gut im Rennen liegend ließ eine Reifenpanne ihn dann etwa Mitte der zweiten Runde ausscheiden. Er war wirklich enttäuscht.

Kim und Philipp im Kreise ihrer Fans

Doch einer des Vereins schaffte es in Hirschberg doch noch auf das Treppchen. Jos van Sterkenburg, eine Runde unterwegs auf der Kurzstrecke, fuhr in der Klasse Junior auf einen hervorragenden dritten Platz. In der Gesamtwertung unter 120 Startern wurde er Siebter. Einen Glückwunsch an ihn.

Deutsche Meisterschaften MTB Marathon in Daun

5 RV Tempo Fahrer nahmen die DM Strecke in Daun in der Vulkaneifel über 95km und 2300hm bei Regen und kühleren Temperaturen in Angriff. Die Strecke war technisch einfach und dank vieler Flachpassagen und weniger steilen Anstiegen sehr schnell, sodass die Fahrer in großen Gruppen unterwegs waren.
Bei den Elite Männern zeigte sich Philip Meiser mal wieder in Top- Form, nach knapp 3h 43min erreichte er auf einem starken 24. Platz das Ziel.
Kim Ames konnte ihre Bronzemedaille aus dem Vorjahr leider nicht verteidigen, sie verlor nach der Hälfte des Rennens der Elite Frauen den Kontakt zum Podium. Am Ende einer langen und harten Saison zeigte sie noch einmal ihren Kämpferwillen und kam als 6. ins Ziel.
Benjamin Schwan ist dieses Jahr super in Form und erreichte zufrieden als 15. der Senioren 1 das Ziel.
Auch unser Vereinstrainer Franz-Peter Mailänder stellte sich der nationalen Konkurrenz, legte eine sehr gute Zeit hin und belegte Platz 37 bei den Senioren 2 bis 4.
Manuel Spohn ging ebenfalls an den Start, doch nach einem Infekt war er noch nicht ganz fit und brach sein Rennen ab. 4 Rennstunden bei kühlen Temperaturen wollte er sich nicht zumuten.
Im TrailPark Jugendcup startete Jos van Sterkenburg bei den U17. Er erreichte bei 16 Fahrern im Ziel nach 35 km und 900 Höhenmetern den 1. Platz Gesamt. Herzlichen Glückwunsch hierzu. Im Wettbewerb Jugendcup Sport-Track fuhren auch Christian Groß und Marc Willwert mit. Sie erreichten die Plätze 67 und 105 bei 271 Teilnehmern im Ziel. Eine schöne Leistung.

Kim holt sich zweimal Bronze in Wombach bei der DM – auch Geschwister Eydt vorne

Mit einer dicken Überraschung starteten am Freitag die deutschen Meisterschaften in Wombach. Am Freitag stand die deutsche Sprintmeisterschaft, das sogenannte „Eliminator-Race“, auf dem Rennplan. Hierbei treten jeweils vier Fahrer auf einer 1km langen Strecke gegeneinander an. Die zwei ersten kommen eine Runde weiter. In dieser Disziplin ging Kim Ames an den Start. Ihr Trainer Sascha Schwindling hatte sie dazu überreden können. Dies hat sich ausgezahlt, denn Kim holte sich eine Bronze-Medaille und ließ damit die deutsche Meisterin von 2017 hinter sich!

Am Sonntag ging es dann auf Strecke. Nachdem es am Samstag heftig geregnet hatte, war der Parcours ziemlich rutschig und schwer zu fahren. Es gab viele knifflige Passagen. Für Kim, die am ersten Rennen des Tages in der AK U23 an den Start ging, schlechte Bedingungen. Schnell hatte sich Kim aus dem Starterfeld an die Spitze gefahren und holte sich auch hier eine Bronze-Medaille, hinter Ronja Eibl und Nina Benz.

Kim war am Wochenende die einzige Sportlerin, die mit zwei Medaillen nach Hause ging. Bronze im Sprint und Bronze im U23-Rennen der Damen machten die Meisterschaften in Wombach für sie zu einem besonderen Ereignis.

Weitere Biker waren ebenfalls erfolgreich: Bei der AK U19 waren die Geschwister Eydt am Start, Emma Eydt wurde Vize-Deutsche-Meisterin und ihr Bruder Markus verpasste knapp das Podest und wurde 4.

Kim Ames wird deutsche Vizemeisterin bei DM in St. Ingbert

 

Nach den überaus erfolgreichen Wochen setzte Kim am Wochenende in St. Ingbert bei den deutschen Meisterschaften im CrossCountry noch einen drauf. Kim hatte sich ja auf die Marathon-Strecke spezialisiert (70-100km, Platz 3 bei der DM), weshalb sie nicht wusste, mit welcher Platzierung sie bei diesem kurzen hochintensiven Rennen rechnen konnte. Sie bereitete sich in den letzten Wochen auf diesen Heimrennen akribisch vor und trainierte mehrfach auf der 4km langen Strecke. Das Rennen der U23 wurde 2 Minuten nach den Frauen der Elite (mit Sabine Spitz, Elisabeth Brandau) gestartet, zu bewältigen waren 5 Runden. Aus der letzten Startreihe heraus sprintete Kim los und setzte sich nach der Einführungsrunde an die Spitze des Feldes, lediglich Favoritin Ronja Eibl konnte ihr folgen. Runde für Runde schloss Kim auf die Elitefahrerinnen auf und überholte sogar Sabine Spitz. An der Strecke wurde sie nahezu den Berg hinauf getrieben von den vielen Freunden, der Familie und den RV Tempo Anhängern, die extra gekommen waren, um Kim anzufeuern.
Danke für diese Wahnsinnsstimmung! Und es hat sich gelohnt. Kim entschied sich in Runde 2, die Favoritin ziehen zu lassen und ihren Rhythmus zu fahren. Ihren Vorsprung nach hinten baute sie immer weiter aus und fuhr schließlich überwältigt nach 1:13 als Vize Deutsche Meisterin ins Ziel, wo sie schon freudig erwartet wurde. Wir gratulieren Kim herzlichst zu diesem grandiosen Erfolg!

Kim Ames überrascht beim 20. Black Forest Ultra Marathon

Zum 20. Jubiläum des Black Forest ULTRA Bike Marathon gingen vom 15. bis 17. Juni 2018 4916 Fahrer aus 18 Ländern in verschiedene Rennen (Strecken) an den Start.  Zudem wurde auch die Deutsche Marathon Meisterschaft 2018 hier ausgetragen. Unter ihnen unsere Kim!  Bei Europas stimmungsvollstem Mountainbike Marathon ging Kim um 7:50 Uhr mit dem Ziel einer Top 10 Platzierung  auf die 79,2 km lange Strecke mit 2188 Höhenmetern. Um sie herum sage und schreibe 42 Konkurrentinnen. Etwa 20.000 Zuschauer am Start, der Strecke und am Ziel sorgten für beste Atmosphäre.

Zieleinfahrt

Los ging es mit einem 20 km langen Anstieg, den Kim bis über die Hälfte in der Spitzengruppe um die 3 Favoritinnen mitfahren konnte. Sollte sie jetzt abreißen lassen? Beine: top, Gruppe: irgendwie falsch, Wattzahl auf dem Garmin: zu hoch, das heißt  zwei von drei Parametern waren verkehrt, also fuhr sie ihr eigenes Tempo weiter. Schließlich fand Kim sich mit zwei weiteren bekannten Fahrerinnen in einer 3er Gruppe zusammen, in der sie das gesamte weitere Rennen bestritten. Unerwartet überholten die 3 bei km 35 eine der Favoritinnen, die das Rennen kurz darauf aufgrund schlechter Verfassung beendete. Nun ging es doch tatsächlich um Bronze! Kim´s Motivation und  Selbstvertrauen ließen sie in kein Loch fallen und am letzten Anstieg konnte sie noch einmal richtig Druck aufs Pedal bringen. In der letzten Abfahrt war die Starrgabel etwas von Nachteil, doch Kim ging volles Risiko: alles oder nichts.

Siegerehrung: Silke Ulrich, Sabine Spitz und Kim Ames (v.l)

Auf Position  2 der 3er Gruppe drückte sie sich schließlich über einen Hügel ins Stadion, an ihrer Konkurrentin vorbei und gab Vollgas. Kim: „Keine Ahnung, wie lang ich noch im Stadion rundfahren musste bis ins Ziel. Ich war voll im Tunnelblick, hörte keinen Sprecher und sah keine Zuschauer. Auf einmal war ich über der Ziellinie, wo ich schon freudig von meiner Teamkollegin Silke Ulrich (Platz 2) erwartet wurde.“  1.36 Minute trennte Kim als schnellste U23 Fahrerin von der Deutschen Meisterin Sabine Spitz. Das bedeutet: Bronze bei der Deutschen Meisterschaft!

Kim und die stolze Mama

Auf dieser Rechnung hatte Kim wohl niemand, auch sie selbst niemals. Kim: “So schön, zu sehen, wie viele Menschen sich mit mir freuen, und so vielen dankbar, dass sie mich unterstützen und an mich glauben!“

Hier das Endergebnis in Zahlen:
1. Sabine Spitz (3:15.59,9)
2. Silke Ulrich (3:16.17,7)
3. Kim Anika Ames (3.17.56,6)