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Kim siegt am Rursee

Am 24.06.18 fand am Rursee (Simmerath, Nähe Aachen) ein MTB-Marathon statt. Dank der späten Startzeit um 9:30Uhr war dieser Wettkampf auch aus dem Saarland morgens gut zu erreichen. Die 100km lange Marathon Strecke mit 2500hm war ganz nach Kims Geschmack.

Zwei Runden mit steilen Anstiegen und schöne Abfahrten mussten gefahren werden. Leider war Kim fast durchgehend alleine unterwegs. Die Veranstalter hatten sich als besonderes Schmankerl noch eine Strava Bergwertung einfallen lassen. Für den schnellsten Fahrer und die schnellste Fahrerin gab es für einen Streckenabschnitt, einen extra Preis. Kim als Langstreckenfahrerin schaute sich in der 1. Runde den Berg erst mal an, um dann in der 2. Runde so richtig Vollgas zu geben und sich diese Bergwertung bei der Frauen zu schnappen. Mit 1:39Min für den Abschnitt gab es als Hauptpreis eine Senseo Kaffeemaschine! Das Rennen insgesamt gewann Kim in einer Zeit von 4h36min und war damit zufrieden. In der Gesamtwertung ließ Kim so manchen Mann hinter sich und wurde 24. von 73 Bikern.

Ebenfalls sehr erfolgreich waren die Geschwister van Sterkenburg, die auf der 40km-Strecke unterwegs waren. Jos siegte in der Zeit von 1:49:58Std. in seiner Altersklasse, der U17! In der Gesamtwertung belegte Jos den 29. Platz von 270 Startern.

Seine Schwester Runa konnte ebenfalls den Altersklassensieg der U19 für sich entscheiden. Sie wurde in der Zeit von 2:17:55Std.  siebte von 20 Frauen und 139. in der Gesamtwertung.

Auch Papa Peter van Sterkenburg nahm am Rennen teil. Er erreichte in der Senioren 3 Klasse immerhin noch einen 40. Platz in seiner Altersklasse.

Euch allen herzliche Glückwünsche für die super Platzierungen!

Weitere RV Tempo Fahrer beim Ultra Black Forest

Es waren aber auch weitere Starter vom RV Tempo Hirzweiler am Start.

Runa van Sterkenburg startete im Speed Track (52km) der Juniorinnen U19 und holte sich in der Zeit von 2:41.49 der 1. Platz. Ihr Bruder Jos van Sterkenburg ging auf die Short Track (40,9km) Strecke und landete nach 1:40,2 auf Platz 19 von 75 Bikern.

Philip Meiser, Benjamin Schwan und Manuel Spohn starteten bei den Deutschen Meisterschaften  Männer auf der Ultra Strecke mit 114km, 3200hm. Dieses Starterfeld war mit stark besetzt und einer DM würdig.  Philip und Benjamin blieben knapp unter 5h Fahrzeit. Philip belegte Platz 46 mit dem er aufgrund des relativ wenigen Trainings zufrieden ist. Benjamin hatte alles gegeben, ein Zielsprint war aufgrund plötzlicher Krämpfe nicht mehr möglich. Im Ziel erlangte er dank Kims restlicher Cola nochmal Energie. Er belegte den 42. Rang.  Für Manuel war es die erste Teilnahme einer Marathon DM. Er landete bei seinem Debüt mit 5:32,17 auf Rang 75.

Kevin Zimmer und Uwe Zewe

Bei den Speed Track Senioren 1 Rennen ging Kevin Zimmer an den Start. Auf der 52km langen Strecke mit 1188hm belegte Rang 50 von 130 Fahrern in einer Zeit von 2:46.47

Uwe Zewe und Peter van Sterkenburg waren  auf der gleichen Strecke unterwegs. Uwe belegte Platz 79 und Peter Platz 69 bei den Senioren 3. Kevin und Uwe durften mit der goldenen Startnummer fahren, die man ab der 10. Teilnahme bekommt.

Kim Ames überrascht beim 20. Black Forest Ultra Marathon

Zum 20. Jubiläum des Black Forest ULTRA Bike Marathon gingen vom 15. bis 17. Juni 2018 4916 Fahrer aus 18 Ländern in verschiedene Rennen (Strecken) an den Start.  Zudem wurde auch die Deutsche Marathon Meisterschaft 2018 hier ausgetragen. Unter ihnen unsere Kim!  Bei Europas stimmungsvollstem Mountainbike Marathon ging Kim um 7:50 Uhr mit dem Ziel einer Top 10 Platzierung  auf die 79,2 km lange Strecke mit 2188 Höhenmetern. Um sie herum sage und schreibe 42 Konkurrentinnen. Etwa 20.000 Zuschauer am Start, der Strecke und am Ziel sorgten für beste Atmosphäre.

Zieleinfahrt

Los ging es mit einem 20 km langen Anstieg, den Kim bis über die Hälfte in der Spitzengruppe um die 3 Favoritinnen mitfahren konnte. Sollte sie jetzt abreißen lassen? Beine: top, Gruppe: irgendwie falsch, Wattzahl auf dem Garmin: zu hoch, das heißt  zwei von drei Parametern waren verkehrt, also fuhr sie ihr eigenes Tempo weiter. Schließlich fand Kim sich mit zwei weiteren bekannten Fahrerinnen in einer 3er Gruppe zusammen, in der sie das gesamte weitere Rennen bestritten. Unerwartet überholten die 3 bei km 35 eine der Favoritinnen, die das Rennen kurz darauf aufgrund schlechter Verfassung beendete. Nun ging es doch tatsächlich um Bronze! Kim´s Motivation und  Selbstvertrauen ließen sie in kein Loch fallen und am letzten Anstieg konnte sie noch einmal richtig Druck aufs Pedal bringen. In der letzten Abfahrt war die Starrgabel etwas von Nachteil, doch Kim ging volles Risiko: alles oder nichts.

Siegerehrung: Silke Ulrich, Sabine Spitz und Kim Ames (v.l)

Auf Position  2 der 3er Gruppe drückte sie sich schließlich über einen Hügel ins Stadion, an ihrer Konkurrentin vorbei und gab Vollgas. Kim: „Keine Ahnung, wie lang ich noch im Stadion rundfahren musste bis ins Ziel. Ich war voll im Tunnelblick, hörte keinen Sprecher und sah keine Zuschauer. Auf einmal war ich über der Ziellinie, wo ich schon freudig von meiner Teamkollegin Silke Ulrich (Platz 2) erwartet wurde.“  1.36 Minute trennte Kim als schnellste U23 Fahrerin von der Deutschen Meisterin Sabine Spitz. Das bedeutet: Bronze bei der Deutschen Meisterschaft!

Kim und die stolze Mama

Auf dieser Rechnung hatte Kim wohl niemand, auch sie selbst niemals. Kim: “So schön, zu sehen, wie viele Menschen sich mit mir freuen, und so vielen dankbar, dass sie mich unterstützen und an mich glauben!“

Hier das Endergebnis in Zahlen:
1. Sabine Spitz (3:15.59,9)
2. Silke Ulrich (3:16.17,7)
3. Kim Anika Ames (3.17.56,6)

Stoneman Erzgebirge

Über den Stoneman im Erzgebirge

Von vielen schon bezwungen, und auch schon mehrmals. In einem, in zwei oder in drei Tagen. 9 Gipfel des Erzgebirges in 2 Ländern sind in einem Rundkurs anzusteuern, über 4400 hm und 162 km. Auf jedem Berg findet man eine Stempelstelle, um sich seine Laufkarte zu lochen, als Nachweis, dass man auch dort war. Nach der Rückkehr erhält man als Belohnung die begehrte handgefertigte Stonemantrophäe in Gold, Silber oder Bronze. Der Entwickler sagt zu seinem Stoneman: Ein Bike-Erlebnis, das mit einem Traum beginnt und in einer tiefgreifenden Erfahrung endet.

Start im Wintersportort Oberwiesenthal

Hansi Jost, Klaus Mailänder und dessen Tochter Mareen wollten es in 3 Tagen wagen. Mehrere 1000 hm- Touren sowie ein Bikeurlaub im Hotel Schönblick in Meransen im Pustatal, einem Hauptsponsor des RV Tempo, im Vorfeld machten sie fit für dieses Erlebnis. Mentale Unterstützung gab es von Annerose und Carola, den Ehefrauen , die derweil im Starthotel in Oberwiesenthal verblieben, einem Wintersportort direkt an der Grenze zu Tschechien und 900 m hoch gelegen. Im Hotel Best Western, einem von vielen Startmöglichkeiten, erhielten Hansi und Mareen ihr Starterpaket. Klaus brachte es schon mit, weil er es von Jana Kipping erhielt, die es als Preis gewann. Das Gepäck für unterwegs stand bereit, es sollte von einem Kurier zur ersten Übernachtungsstelle gebracht werden. Nach einer Einweisung stieg man gut gelaunt und vorbereitet in die Strecke ein, die direkt neben dem Hotel vorbeiführt.

1200 hm am ersten Tag

Am ersten Tag mussten wir 3 Berge bewältigen: Bärenstein (898 m), Pöhlberg (832 m) und Scheibenberg (807 m). Die Strecke führte durch viel Wald, an Wiesen und Äckern vorbei und bot immer wieder weite, traumhafte Ausblicke in alle Richtungen. Anstrengend jedoch waren die Anstiege zu unseren Zielen auf den Gipfeln, die über immer wieder wechselndem Untergrund und zum Teil sehr steil nach oben führten. Doch das Lochen der Karten erzeugte jedes Mal große Freude. Geschafft! Die Abfahrten bereiteten meist keine Probleme, dennoch führten sie oft über steile Passagen auf flowigen Trails. Das Ziel des ersten Tages, war der Scheibenberg, wo wir nach 1200 hm und 46 km am Nachmittag ankamen und im dortigen Berggasthof übernachteten.

Erneut tolle Aussichten und viele Heidelbeeren

Der zweite Tag führte über den Rabenberg (913 m) und den Auersberg (1019 m), doch die Höhenmeter summierten sich diesmal auf 1760 bei 70 km. Auf dem Rabenberg verlief die Strecke durch den Bikepark, den ersten in Deutschland. Die Trails des Parks darf man kostenlos benutzen. Wir jedenfalls begnügten uns mit den Trails, die zur Anfahrt zur Stempelstelle und  zur weiteren Abfahrt vom Berg dienten. Und natürlich pflückten wir viele Heidelbeeren, die in diesen Höhen zuhauf wachsen. Die Abfahrt verlangt schon fahrerisches Können. Die Bezwingung des Auersberges gegen Ende des Tages forderte erneut viele Kräfte. In Johanngeorgenstadt, in der Pension Schanzenblick, endete am späten Nachmittag die Etappe. Trotz Müdigkeit rafften wir uns am Abend auf zu einem Stadtbummel durch diese sehr weitläufige Stadt, die zur Wende noch 15000 Einwohner hatte. Jetzt leben nur noch 4000 Menschen in den von vielen Grünflächen gesäumten Häusern. Aber es ist eine sehr saubere Stadt, wie übrigens das gesamte Erzgebirge eine saubere und einladende Atmosphäre verbreitet.

Zum Schluss über die 4 höchsten Gipfel

Der letzte Tag sollte der Höhepunkt werden: 4 Gipfel, und zwar die höchsten des Erzgebirges und 3 davon in Tschechien gelegen. Der erste tschechische Ort gegenüber Johanngeorgenstadt ist Potucky, das Chinatown des Landes mit unzähligen zur Straße hin komplett offenen Läden, die alles Erdenkliche anbieten. Auch die Fahrt auf die Gipfel verlief wieder abwechslungsreich mit tollen Ausblicken tief hinein nach Tschechien. Nach der Stempelstelle auf dem 1043 m hohen Blatensky vrch ging es hoch auf den ersten Skiberg, den 1028 m hohen Plesivec. Hier verlangte die Abfahrt über eine schwarze steinige Piste von uns höchste Aufmerksamkeit. Dann fuhren wir an Nove Mesto (Biathlon) vorbei über einen tollen Trail hinab nach Jachymov, einer Stadt, die für ihren Silber- und Uranbergbau berühmt war.  Von hier aus mussten wir nun 650 m hoch auf die höchste Erhebung des Erzgebirges fahren, auf den 1245 m hohen Keilberg. Diese Auffahrt hatte es wirklich in sich: über 7 km mit allen erdenklichen Untergründen, ein Großteil davon Wurzeln und Steine. Auch dieser Berg ist ein Wintersportzentrum. Abstoßend wirken hier nur die alten Anlagen und Gebäude neben den neuen und supermodernen. Das letzte Ziel war nun fast zum Greifen nahe, doch wir mussten den Fichtelberg, den höchsten, in Deutschland gelegenen Gipfel des Erzgebirges mit 1215 m in einem weiten Bogen anfahren. Zum Glück war diese Auffahrt die einfachste der ganzen Tour. Nach dem letztmaligen Stempeln und mit großer Freude und Stolz über das Geleistete fuhren wir von hier aus direkt hinunter nach Oberwiesenthal. 62 km und 1680 hm waren geschafft. Im Hotel erwartete man uns schon.

Nach der Rückkehr ein gebührender Empfang

Annerose und Carola empfingen uns am Hoteleingang. Sie freuten sich sehr auf die Rückkehr der drei, die ohne technische Probleme und auch ohne Stürze die Strecke bewältigten. An der Rezeption begrüßte uns auch Fr. Krausse äußerst herzlich, beglückwünschte uns und überreichte gleich die bronzene Trophäe. Ein Dankeschön für ihre besonders nette Art und auch für ihre Hilfsbereitschaft im Vorfeld muss hier unbedingt gesagt werden.

Bewegung für Luca

Am 19.8. von 13:00 – 18:00 Uhr findet der nächste Shuttletermin am Flowtrail in Ottweiler statt.

Das Schicksal des verunglückten saarländischen Mountainbikers Luca Biwer hat auch uns getroffen und so findet dieser Shuttletermin unter dem Motto „Bewegung für Luca“ statt.

Der Tagesumsatz, sowie alle Spenden die an diesem Tag getätigt werden, fließen zu 100 % in die Charity Aktion „Bewegung für Luca“.

Lucas Verein, Bike Aid, hat zur Information aller eine Seite auf ihrer Homepage eingerichtet, auf der alles Wichtige zur Aktion „Bewegung für Luca“ zusammengefasst ist.

Wir würden uns freuen wenn dieses Mal besonders viele Mountainbiker den Weg zum Flowtrail finden und damit helfen Luca Biwer und seine Familie zu unterstützen.