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10 Fahrer des Vereins starteten beim Saarschleifen Bike Marathon

Am Sonntag, dem 29.07.18, gab es in Orscholz den 14. Saarschleifen Marathon. Hier gab es 3 Strecken zur Auswahl.

Kurzstrecke
Auf der kleinsten Strecke mit 30km und 650 Höhenmetern, die vom Veranstalter als „schöne Herausforderung“ bezeichnet wurde, gingen 5 Biker vom RV Tempo an den Start. Das größte Bike-Event im Saarland glänzt mit wunderschönen Panoramen und abwechslungsreichen Trails.
Für die Geschwister Jos und Runa van Sterkenburg was das ihr „Heimrennen“, da sie ja in der Nähe wohnen. Jos van Sterkenburg startete aus der ersten Reihe und fuhr von Beginn an vorne mit. Nach einem starken Rennen, bei dem er auch von seiner ausgezeichneten Streckenkenntnis profitierte, freute sich der 14-Jährige nach 1:21:20 Stunden über seinen Sieg in der Alterskategorie U17 und den 9. Gesamtrang unter 239 Startern auf der Kurzstrecke. Seine Schwester Runa van Sterkenburg wurde in der Damen-Wertung Gesamt- Zweite und holte sich in ihrer Alterskategorie U19 ebenfalls den Sieg.
Manuel Spohn wurde in der Gesamtwertung 9. In der Zeit von 1:21:05 und in seiner Altersklasse durfte er auch noch aufs Podium , er wurde 2.
Peter Schmidt wurde in der AK 6. Und in der Gesamtwertung 19. Einzige Frau neben Runa war Mareen Mailänder, sie bewältigte die Strecke als 20. Frau und in der Altersklasse wurde sie 12.

Mittelstrecke
Auf der mittleren Strecke mit 53 km und 1225 Höhenmetern gingen unsere Senioren 2,3 und 4 sowie 2 Starter der Herren Elite auf die Strecke.
Frank Karrenbauer hatte an diesem Tag richtig Pech. Er bekam einen Plattfuß und beim Reifenwechsel ging auch noch das ein oder andere schief. Letztlich fuhr er das Rennen aber zu Ende und sah es als erfolgreiche Trainingseinheit. Er wurde 32. in der Altersklasse.
Unsere beiden Pilger, die gerade erst ihre 4-wöchige Radreise nach Santiago de Compostela hinter sich hatten, waren ebenfalls am Start. Jürgen Jung, der in er Altersklasse Senioren 3 unterwegs war, wurde durch einen Reifenschaden ebenfalls ausgebremst, und belegte dennoch in der Zeit von 3:14:50 Stunden den 47. Platz in der AK und wurde gesamt 188.
Besonders gut war Klaus Mailänder, der gestählt aus Santiago zurück kam und in diesem Rennen mit 66 Jahren und bei seiner 12. Teilnahme eine neue persönliche Bestzeit fuhr. Er belegte in seiner AK den 13. Platz und in er Gesamtwertung wurde er 234 von den insgesamt 312 Startern.
Joel und sein Vater Markus Backes sind vor 2 Wochen noch zusammen die TransAlp gefahren, waren ebenso auf dieser Strecke unterwegs. Joel wurde in seiner Alterklasse 16 und 53. in der Gesamtwertung. Markus Backes fuhr sogar in seiner Altersklasse Senioren 3 aufs Podium, er wurde 2.
Dominik Beck, der in der Herrenklasse an den Start ging, wurde 13. gesamt und in der AK belegte er Rang 8.

Langstrecke
Auf der Marathon Strecke(98km und 2225 Höhenmeter) kann es nur eine geben: Kim Ames. Nach ihrem grandiosen Erfolg zur deutschen Vizemeisterin in der letzten Woche war sie voll motoviert hier das Rennen für sich zu entscheiden. Am Start war auch die südafrikanische Meisterin Robyn de Groot, die 2017 bei der WM 10. wurde! Die beiden fuhren zusammen und Kim versuchte nicht zu überziehen, in den Trails fuhr sie immer kleine Lücken raus, die Robyn zufahren musste.
Am letzten Berg von Mettlach hoch zur Cloef verschärfte Kim das Tempo und die Gegnerin konnte ihr nicht mehr folgen. Kim fuhr mit Anschlag ins Ziel und holte damit einen Vorsprung von 3 Minuten raus. Ein toller Sieg für Kim an der Saarschleife. Im Gesamtergebnis wurde Kim 15. von insgesamt 90 Startern, womit sie zufrieden war.

Philip Meiser ging ebenfalls auf diese Strecke. Bis zum letzten Anstieg war er gut unterwegs, dann schwanden die Kräfte und er rutschte noch auf Platz 11 in der Gesamtwertung und 6. in seiner Altersklasse zurück.

Erfolgreicher Tag beim YoungSTAR Cup Saarschleife

Am Samstag, dem 28.07.18, fand in Orscholz wieder der YoungSTAR Cup Saarschleife statt. Bei heißen Temperaturen und sehr moderater Strecke gingen 10 Kinder von RV Tempo an den Start.

 U15 6,4 km
Für Silas Schnur war dieses Rennen ein Start-Ziel Sieg. Er setzte sich direkt nach dem Start ab und holte einen beachtlichen Vorsprung raus. Ein grandioses Rennen fuhr an diesem Tag Jan Jürdens. Er gab auf den 8 Runden richtig Gas und zeigte, was er kann und landete hinter Silas auf dem 2. Platz, Luca Kipping fuhr auf Rang 6.


U13 4,8 km
In der Altersklasse U13 waren ebenfalls 3 RV Tempo- Starter dabei: Jana Kipping wurde wie gewohnt 2. hinter Jana Lohrmann. Anouk Groß freute sich über einen 5. Platz. Leider hatte Luca Günther unterwegs technische Probleme mit der Schaltung. Mit einem Kabelbinder fixiert konnte er jedoch das Rennen zu Ende fahren, aber der Traum vom 3. Platz war damit geplatzt. Er wurde jedoch immerhin noch 5.

U11 2,8 km
Bei diesem Rennen ging Nele Jochum an den Start. Mit ihrem neuen Rad fuhr sie ein konstantes Rennen und wurde souverän 2.

U9 1,4 km
Auch in diesem Rennen war ein RV Tempo Fahrer auf dem Treppchen: Marcelino Günther. Lino fuhr ein starkes Rennen und wurde 3. Nach der Siegerehrung gab es noch einen Sonderpreis, den schnappte sich Lino dann auch noch und so durfte er wieder auf die Bühne. Noah Karrenbauer stürzte leider in der letzten Runde, fuhr aber dennoch unter großen Schmerzen ins Ziel und landete auf dem 10. Platz.

U7 600 m
Unser jüngster Starter an diesem Tag war Leonard Kessler. Er kämpfte wieder wie ein Löwe und kam auf den undankbaren 4. Platz.

Somit waren 5 der 10 Biker auf dem Treppchen. Die Siegerehrung wurde von der 20-fachen deutschen Meisterin Sabine Spitz durchgeführt, was für die Kids sicher auch ein großes Erlebnis war.

Kim Ames wird deutsche Vizemeisterin bei DM in St. Ingbert

 

Nach den überaus erfolgreichen Wochen setzte Kim am Wochenende in St. Ingbert bei den deutschen Meisterschaften im CrossCountry noch einen drauf. Kim hatte sich ja auf die Marathon-Strecke spezialisiert (70-100km, Platz 3 bei der DM), weshalb sie nicht wusste, mit welcher Platzierung sie bei diesem kurzen hochintensiven Rennen rechnen konnte. Sie bereitete sich in den letzten Wochen auf diesen Heimrennen akribisch vor und trainierte mehrfach auf der 4km langen Strecke. Das Rennen der U23 wurde 2 Minuten nach den Frauen der Elite (mit Sabine Spitz, Elisabeth Brandau) gestartet, zu bewältigen waren 5 Runden. Aus der letzten Startreihe heraus sprintete Kim los und setzte sich nach der Einführungsrunde an die Spitze des Feldes, lediglich Favoritin Ronja Eibl konnte ihr folgen. Runde für Runde schloss Kim auf die Elitefahrerinnen auf und überholte sogar Sabine Spitz. An der Strecke wurde sie nahezu den Berg hinauf getrieben von den vielen Freunden, der Familie und den RV Tempo Anhängern, die extra gekommen waren, um Kim anzufeuern.
Danke für diese Wahnsinnsstimmung! Und es hat sich gelohnt. Kim entschied sich in Runde 2, die Favoritin ziehen zu lassen und ihren Rhythmus zu fahren. Ihren Vorsprung nach hinten baute sie immer weiter aus und fuhr schließlich überwältigt nach 1:13 als Vize Deutsche Meisterin ins Ziel, wo sie schon freudig erwartet wurde. Wir gratulieren Kim herzlichst zu diesem grandiosen Erfolg!

Santiago – Fisterra – Santiago

Tag 29- 33

Nach unserer Ankunft und einer ersten Erkundung des Platzes um die mächtige Kathedrale suchten wir unser gebuches Hotel auf. Dort machten wir ein Zimmer fest für die 3 letzten Tage. Am Abend ginge n wir dann doch noch in die Kathedrale hinein, als eine Pilgermesse stattfand. Wir blieben und hatten das Glück, dass zum Ende des Gottesdienstes das mächtige Weihrauchfass geschwenkt wurde – ein gewaltiges und auch für die angekommenen Pilger emotiales Erlebnis.

Am Tag darauf starteten wir nach Cap Finisterre, dem äußersten Landpunkt Spaniens im Westen. Über viele Hügel in einer abwechslungs-reichen Landschaft ging es flott voran. Nach der Ankunft in Fisterra, der unmittelbar davor liegenden Kleinstadt blieben wir im anvisierten Hotel. Tags darauf dann fuhren wir erstmals ohne Gepäck die letzten 3 km bis zum Ende der Landzunge, wo auch auf dem letzten Kilometerstein des Pilgerweges 0,000 km stand. Auch nach Finisterre waren erstaunlich viele Pilger unterwegs. Der Rückweg  bei 30 Grad gestaltete sich wieder sehr mühsam. Die Bier nach unserer Ankunft liefen nur so hinunter. Damit war unser letzter Fahrtag beendet. 31 Tage lang fuhren wir 2710 km und 34000 Höhenmeter.

Die nächsten 2 1/2 Tage verweilten wir in Santiago. Wir schlenderten durch die vielen Gassen der Altstadt, besuchten wieder eine Pilgermesse ohne das fliegende Weihrauchfass, holten uns unsere Pilgerurkunden ab, kauften Souvenirs und kümmerten uns um den Rücktransport der Räder mit Gepäck durch eine Spedition. Ein Höhepunkt war immer der Besuch in dem Restaurant gegenüber unserem Hotel. Der Inhaber sprach uns schon in deutscher Sprache am ersten Tag vor unserem Hotel an. Die Neugier ließ uns bei ihm essen und wir erlebten nicht nur einen, sondern insgesamt vier Abende in toller Atmosphäre und hervorragenden Speisen.

Über viele Berge bis nach Santiago

Tag 26 – 29

Wegweiser in Lugo

Der 26. Tag unserer Pilgerfahrt brachte erneut einen Höhepunkt, sowohl landschaftlichen als auch von der Anstrengung her. Drei lange Anstiege in den Kordilleren am bisher heißesten Tag mit 35 Grad und insgesamt 1710 hm zehrten an unseren Kräfte n. Uns entschädigte eine grandiose Landschaft mit weiten Ausblicken. In den Abfahrten ließen wir es weniger schnell rollen, um diese Natur besser bewundern zu können. Unser Etappenort an diesem Tag auf fast 1000 m Höhe, Fonsagrada, empfing uns nicht gerade mit einem schönem Anblick, dafür entschädigte die gebuchte Herberge mit ihrem Inneren und vor allem dem äußerst hilfsbereiten Chef des Hauses.

Kathedrale in Santiago de Compostella

Die nächsten 3 Tage bis Santiago waren die Berge weniger hoch, aber die Landschaft immer noch sehr abwechslungsreich. In der Stadt Lugo hatten wir Zeit für einen Stadt- und Kneipenbummel. Je näher wir Santiago kamen, desto mehr Pilger waren unterwegs. In Arzua, 40 km vor Santiago, treffen 3 Pilgerwege zusammen. Ab hier erlebt man dann wirklich eine Völkerwanderung. Nach 29 Fahrtagen erreichen wir mittags um 12 die Kathedrale der Stadt. Geschafft.