Santiago – Fisterra – Santiago

Tag 29- 33

Nach unserer Ankunft und einer ersten Erkundung des Platzes um die mächtige Kathedrale suchten wir unser gebuches Hotel auf. Dort machten wir ein Zimmer fest für die 3 letzten Tage. Am Abend ginge n wir dann doch noch in die Kathedrale hinein, als eine Pilgermesse stattfand. Wir blieben und hatten das Glück, dass zum Ende des Gottesdienstes das mächtige Weihrauchfass geschwenkt wurde – ein gewaltiges und auch für die angekommenen Pilger emotiales Erlebnis.

Am Tag darauf starteten wir nach Cap Finisterre, dem äußersten Landpunkt Spaniens im Westen. Über viele Hügel in einer abwechslungs-reichen Landschaft ging es flott voran. Nach der Ankunft in Fisterra, der unmittelbar davor liegenden Kleinstadt blieben wir im anvisierten Hotel. Tags darauf dann fuhren wir erstmals ohne Gepäck die letzten 3 km bis zum Ende der Landzunge, wo auch auf dem letzten Kilometerstein des Pilgerweges 0,000 km stand. Auch nach Finisterre waren erstaunlich viele Pilger unterwegs. Der Rückweg  bei 30 Grad gestaltete sich wieder sehr mühsam. Die Bier nach unserer Ankunft liefen nur so hinunter. Damit war unser letzter Fahrtag beendet. 31 Tage lang fuhren wir 2710 km und 34000 Höhenmeter.

Die nächsten 2 1/2 Tage verweilten wir in Santiago. Wir schlenderten durch die vielen Gassen der Altstadt, besuchten wieder eine Pilgermesse ohne das fliegende Weihrauchfass, holten uns unsere Pilgerurkunden ab, kauften Souvenirs und kümmerten uns um den Rücktransport der Räder mit Gepäck durch eine Spedition. Ein Höhepunkt war immer der Besuch in dem Restaurant gegenüber unserem Hotel. Der Inhaber sprach uns schon in deutscher Sprache am ersten Tag vor unserem Hotel an. Die Neugier ließ uns bei ihm essen und wir erlebten nicht nur einen, sondern insgesamt vier Abende in toller Atmosphäre und hervorragenden Speisen.

Über viele Berge bis nach Santiago

Tag 26 – 29

Wegweiser in Lugo

Der 26. Tag unserer Pilgerfahrt brachte erneut einen Höhepunkt, sowohl landschaftlichen als auch von der Anstrengung her. Drei lange Anstiege in den Kordilleren am bisher heißesten Tag mit 35 Grad und insgesamt 1710 hm zehrten an unseren Kräfte n. Uns entschädigte eine grandiose Landschaft mit weiten Ausblicken. In den Abfahrten ließen wir es weniger schnell rollen, um diese Natur besser bewundern zu können. Unser Etappenort an diesem Tag auf fast 1000 m Höhe, Fonsagrada, empfing uns nicht gerade mit einem schönem Anblick, dafür entschädigte die gebuchte Herberge mit ihrem Inneren und vor allem dem äußerst hilfsbereiten Chef des Hauses.

Kathedrale in Santiago de Compostella

Die nächsten 3 Tage bis Santiago waren die Berge weniger hoch, aber die Landschaft immer noch sehr abwechslungsreich. In der Stadt Lugo hatten wir Zeit für einen Stadt- und Kneipenbummel. Je näher wir Santiago kamen, desto mehr Pilger waren unterwegs. In Arzua, 40 km vor Santiago, treffen 3 Pilgerwege zusammen. Ab hier erlebt man dann wirklich eine Völkerwanderung. Nach 29 Fahrtagen erreichen wir mittags um 12 die Kathedrale der Stadt. Geschafft.

Kim siegt am Rursee

Am 24.06.18 fand am Rursee (Simmerath, Nähe Aachen) ein MTB-Marathon statt. Dank der späten Startzeit um 9:30Uhr war dieser Wettkampf auch aus dem Saarland morgens gut zu erreichen. Die 100km lange Marathon Strecke mit 2500hm war ganz nach Kims Geschmack.

Zwei Runden mit steilen Anstiegen und schöne Abfahrten mussten gefahren werden. Leider war Kim fast durchgehend alleine unterwegs. Die Veranstalter hatten sich als besonderes Schmankerl noch eine Strava Bergwertung einfallen lassen. Für den schnellsten Fahrer und die schnellste Fahrerin gab es für einen Streckenabschnitt, einen extra Preis. Kim als Langstreckenfahrerin schaute sich in der 1. Runde den Berg erst mal an, um dann in der 2. Runde so richtig Vollgas zu geben und sich diese Bergwertung bei der Frauen zu schnappen. Mit 1:39Min für den Abschnitt gab es als Hauptpreis eine Senseo Kaffeemaschine! Das Rennen insgesamt gewann Kim in einer Zeit von 4h36min und war damit zufrieden. In der Gesamtwertung ließ Kim so manchen Mann hinter sich und wurde 24. von 73 Bikern.

Ebenfalls sehr erfolgreich waren die Geschwister van Sterkenburg, die auf der 40km-Strecke unterwegs waren. Jos siegte in der Zeit von 1:49:58Std. in seiner Altersklasse, der U17! In der Gesamtwertung belegte Jos den 29. Platz von 270 Startern.

Seine Schwester Runa konnte ebenfalls den Altersklassensieg der U19 für sich entscheiden. Sie wurde in der Zeit von 2:17:55Std.  siebte von 20 Frauen und 139. in der Gesamtwertung.

Auch Papa Peter van Sterkenburg nahm am Rennen teil. Er erreichte in der Senioren 3 Klasse immerhin noch einen 40. Platz in seiner Altersklasse.

Euch allen herzliche Glückwünsche für die super Platzierungen!

Weitere RV Tempo Fahrer beim Ultra Black Forest

Es waren aber auch weitere Starter vom RV Tempo Hirzweiler am Start.

Runa van Sterkenburg startete im Speed Track (52km) der Juniorinnen U19 und holte sich in der Zeit von 2:41.49 der 1. Platz. Ihr Bruder Jos van Sterkenburg ging auf die Short Track (40,9km) Strecke und landete nach 1:40,2 auf Platz 19 von 75 Bikern.

Philip Meiser, Benjamin Schwan und Manuel Spohn starteten bei den Deutschen Meisterschaften  Männer auf der Ultra Strecke mit 114km, 3200hm. Dieses Starterfeld war mit stark besetzt und einer DM würdig.  Philip und Benjamin blieben knapp unter 5h Fahrzeit. Philip belegte Platz 46 mit dem er aufgrund des relativ wenigen Trainings zufrieden ist. Benjamin hatte alles gegeben, ein Zielsprint war aufgrund plötzlicher Krämpfe nicht mehr möglich. Im Ziel erlangte er dank Kims restlicher Cola nochmal Energie. Er belegte den 42. Rang.  Für Manuel war es die erste Teilnahme einer Marathon DM. Er landete bei seinem Debüt mit 5:32,17 auf Rang 75.

Kevin Zimmer und Uwe Zewe

Bei den Speed Track Senioren 1 Rennen ging Kevin Zimmer an den Start. Auf der 52km langen Strecke mit 1188hm belegte Rang 50 von 130 Fahrern in einer Zeit von 2:46.47

Uwe Zewe und Peter van Sterkenburg waren  auf der gleichen Strecke unterwegs. Uwe belegte Platz 79 und Peter Platz 69 bei den Senioren 3. Kevin und Uwe durften mit der goldenen Startnummer fahren, die man ab der 10. Teilnahme bekommt.

Kim Ames überrascht beim 20. Black Forest Ultra Marathon

Zum 20. Jubiläum des Black Forest ULTRA Bike Marathon gingen vom 15. bis 17. Juni 2018 4916 Fahrer aus 18 Ländern in verschiedene Rennen (Strecken) an den Start.  Zudem wurde auch die Deutsche Marathon Meisterschaft 2018 hier ausgetragen. Unter ihnen unsere Kim!  Bei Europas stimmungsvollstem Mountainbike Marathon ging Kim um 7:50 Uhr mit dem Ziel einer Top 10 Platzierung  auf die 79,2 km lange Strecke mit 2188 Höhenmetern. Um sie herum sage und schreibe 42 Konkurrentinnen. Etwa 20.000 Zuschauer am Start, der Strecke und am Ziel sorgten für beste Atmosphäre.

Zieleinfahrt

Los ging es mit einem 20 km langen Anstieg, den Kim bis über die Hälfte in der Spitzengruppe um die 3 Favoritinnen mitfahren konnte. Sollte sie jetzt abreißen lassen? Beine: top, Gruppe: irgendwie falsch, Wattzahl auf dem Garmin: zu hoch, das heißt  zwei von drei Parametern waren verkehrt, also fuhr sie ihr eigenes Tempo weiter. Schließlich fand Kim sich mit zwei weiteren bekannten Fahrerinnen in einer 3er Gruppe zusammen, in der sie das gesamte weitere Rennen bestritten. Unerwartet überholten die 3 bei km 35 eine der Favoritinnen, die das Rennen kurz darauf aufgrund schlechter Verfassung beendete. Nun ging es doch tatsächlich um Bronze! Kim´s Motivation und  Selbstvertrauen ließen sie in kein Loch fallen und am letzten Anstieg konnte sie noch einmal richtig Druck aufs Pedal bringen. In der letzten Abfahrt war die Starrgabel etwas von Nachteil, doch Kim ging volles Risiko: alles oder nichts.

Siegerehrung: Silke Ulrich, Sabine Spitz und Kim Ames (v.l)

Auf Position  2 der 3er Gruppe drückte sie sich schließlich über einen Hügel ins Stadion, an ihrer Konkurrentin vorbei und gab Vollgas. Kim: „Keine Ahnung, wie lang ich noch im Stadion rundfahren musste bis ins Ziel. Ich war voll im Tunnelblick, hörte keinen Sprecher und sah keine Zuschauer. Auf einmal war ich über der Ziellinie, wo ich schon freudig von meiner Teamkollegin Silke Ulrich (Platz 2) erwartet wurde.“  1.36 Minute trennte Kim als schnellste U23 Fahrerin von der Deutschen Meisterin Sabine Spitz. Das bedeutet: Bronze bei der Deutschen Meisterschaft!

Kim und die stolze Mama

Auf dieser Rechnung hatte Kim wohl niemand, auch sie selbst niemals. Kim: “So schön, zu sehen, wie viele Menschen sich mit mir freuen, und so vielen dankbar, dass sie mich unterstützen und an mich glauben!“

Hier das Endergebnis in Zahlen:
1. Sabine Spitz (3:15.59,9)
2. Silke Ulrich (3:16.17,7)
3. Kim Anika Ames (3.17.56,6)